Shaolin Künste Nord

  • Shaolin Künste Nord ist eine Schule für Kung Fu, Taijiquan, Qi Gong und Zen mit Sitz in Hamburg und Lübeck. Sie will, neben dem Training der traditionellen Selbstverteidigungsstile der Shaolin Mönche, die positiven Auswirkungen auf körperliche, emotionale und geistige Gesundheit der traditionellen Shaolin Künste an den modernen Menschen unabhängig von Alter und Geschlecht vermitteln. In unserer Schule, egal ob Kung Fu, Taijiquan oder Qi Gong, werden immer die so genannten Drei Schätze des Menschen (Körperstruktur, Lebensenergie und Geist) trainiert. Damit wird die Grundlage für ein gesundes, harmonisches und vitales Leben geschaffen. Im Gegensatz zu den getrennten Lehren des reinen Meditierens, der puren körperlichen Arbeit oder von einzelnen Qi Gong Übungen, legt unsere Schule den Augenmerk auf die gemeinsame Betrachtung dieser Schätze des Menschen. . Denn erst durch ihre Verbindung werden sie zu wahren Schätzen.

    Die Wurzel der Shaolin Künste

    Das Shaolin Kloster wurde vor mehr als 1500 Jahren während der Herrschaft des Kaisers Xiaowen in der nördlichen Wei Dynastie (495 n. Chr.) gegründet. Der Tempel wurde dabei für die Beherbergung des ehrwürdigen Mönchs Batuo errichtet. Dieser hatte nach langem Studium der buddhistischen Lehre in Indien beschlossen zu reisen und kam so nach China, wo ihn der Kaiser Xiao Wen freundlich empfing. Batuo wurde der Führer einer buddhistischen Gemeinde und hatte zum Zeitpunkt der Errichtung des Tempels mehr als 100 Anhänger. Der Shaolin Tempel liegt am Berg Song in der Henan Provinz. Dieser Berg vereinigt die Berge Taishi und Shaoshi. Der Name „Shaolin“ stammt von seiner Lage in den Wäldern (Chinesisch „lin“) des Berges Shaoshi. Dort begann im 6. Jahrhundert die Geschichte der legendären Shaolin Kampfkunst mit der Ankunft eines anderen Mönches namens Bodhidharma, der aus Indien kommend in China den Buddhismus weiterverbreiten wollte. In der Blütezeit der Shaolin gab es ca. zehn Ableger des Shaolin Klosters. Der bekannteste davon war neben dem ursprünglichen nördlichen das südliche Shaolin Kloster in der Fujian Provinz. In beiden Klöstern entwickelten sich aus verschiedenen Gründen (Klima, Kultur, Mentalität, etc.) unterschiedliche Kung Fu Stile. Während der nördliche Stil durch seine eleganten schnellen Bewegungen und eine Vielzahl von Tritttechniken bekannt ist, zeichnet sich der Stil des südlichen Shaolin Klosters durch einen guten, stabilen Stand und seine kräftige Armarbeit aus.

    Das südliche Shaolin Kloster

    Das südliche Shaolin Kloster war in der Geschichte immer wieder ein Ort, in dem Verfolgte und Aufständische gegen unmenschliche Regierungsgewalt Unterschlupf fanden. Als in der Qing Dynastie die Rebellen vor den Regierungstruppen im südlichen Shaolin Kloster untertauchten, brannten Truppen aus der Mandschurei das Kloster mit all seinen Bewohnern nieder. Während die meisten Mönche ums Leben kamen, konnten einige fliehen und ließen mehrere Kilometer südlich ein neues Shaolin Kloster errichten. Der Ehrwürdige Jiang Nan und der Ehrwürdige Chee Seen (ihre klösterlichen Namen hatten sie abgelegt, um nicht als Shaolin Mönche erkannt zu werden) konnten fliehen.

    Der Ehrwürdige Chee Seen

    Der ehrwürdige Chee Seen gilt als Erbauer des neuen südlichen Shaolin Klosters. Wenige Jahre später wurde auch dieses Kloster entdeckt und zerstört. Der Ehrwürdige Chee Seen musste wieder fliehen und suchte einige Jahre nach einem würdigen Nachfolger, um die Shaolin Künste weiter zu geben.

    Mit dieser Linie und Geschichte sind wir in sechster Generation direkt verbunden.

    Der Ehrwürdige Jiang Nan

    Die zweite Linie zum südlichen Shaolin Kloster ist über den Ehrwürdigen Jiang Nan entstanden, der mit 75 Jahren einen würdigen Nachfolger fand und diesen in sein ganzes Wissen über die Shaolin Künste einweihte. Der Nachfolger Yang Fatt Khun war zur Zeit des Zusammentreffens mit dem Ehrwürdigen Jiang Nan ein Wanderheiler. Er war auch ein Kung Fu Meister, der sich mit seinem Kung Fu gegen viele Räuber auf seinen Reisen hat durchsetzen können. Der Ehrwürdige Jiang Nan beobachtete den jungen Mann bei seinen täglichen Kung Fu Übungen. Nach einigen Tagen Beobachtung forderte der Ehrwürdige Jian Nan Yang Fatt Khun zum Duell und besiegte ihn trotz seines hohen Alters (über 70 Jahre) mit Leichtigkeit. Er zeigte damit, dass Shaolin Kung Fu eine Kampfkunst ist, die einem ermöglich, im hohen Alter noch stärker zu sein. Nach dem Kampf fiel Yang Fatt Khun auf die Knie und bat den Ehrwürdigen ihn einzuweisen und als Schüler aufzunehmen. Der Ehrwürdige Jiang Nan antwortete: Gut, aber du musst alles Gelernte aufgeben, Dein Glas leeren und für deine Ausbildung mir in die Berge folgen.

    Mit dieser Linie und Geschichte sind wir in vierter Generation direkt verbunden.